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Tossal de Manises
Der kleine Hügel an der Rückseite der Albufereta
birgt die Überreste von Lucentum, der Ursprung von Alicante. Die
ibero-römische Stadt mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern ist
ein bedeutender archäologischer Fund und zudem ein geschütztes Nationaldenkmal.
Der Grundriss der ältesten Stadtmauer stammt aus dem 3. bis 2. Jhd.
vor Christus. Der interessierte Spaziergänger kann sich Reste von
Bürgersteigen, Wohnhäusern und Thermen anschauen.
Burg Santa Barbara Tel. 96 516 21 28.
Eine der größte mittelalterlichen europäischen
Festungen, die sich über einen großen Teil des Berges Benacantil
erstreckt. Hier wurden Spuren aus der Bronzezeit sowie iberische
und römische Reste gefunden. Sie besteht aus drei sehr verschiedenen
Teilen: Der am höchsten gelegene ist zugleich der älteste (11. bis
13. Jhd.) und besteht aus der Bastion der Engländer, dem Adelssaal
und dem Haus der Gouvernours. Der mittlere Teil stammt aus dem 16.
Jhd.und umfasst den Saal Philipps des Zweiten, den Wachsaal, die
Bastion der Königin und den Waffenhof sowie die Überreste der alten
Einsiedelei von Santa Bárbara. Der letzte Bereich stammt aus dem
18. Jhd. und beherbergt das Denkmal zu Ehren des berühmten alicantinischen
Militärs Félix Berenguer de Marquina.
Die Burg erreicht man entweder über die Straße
oder über den Aufzug, der in einem Tunnel an der Rückseite des Strandes
Postiguet beginnt.
Burg von San Fernando - Tel.
96 514 32 90.
Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts am Monte Tossal angesichts
der Bedrohung durch die napoleonischen Truppen erbaut. Da sie über
keinerlei strategischen Wert verfügt, wurde sie nicht benutzt und
wandelte sich schon bald zum Ausflugsziel und Ort der Zerstreuung.
Ein großer Teil ihrer Wehrmauern und ein interessantes Tor sind
erhalten.
Rathaus (Ayuntamiento)
- Tel. 96 514 91 00.
Ein barockes Meisterwerk aus dem 18. Jhd. mit einer fünfzig Meter
langen Fassade, die von Zwillingstürmen umrahmt wird, und einer
mit Kacheln bedeckten Kuppel. Am Fuß der Haupttreppe ist die “cota
cero”, der Nullpunkt, der als Bezugsgröße diente, um die Höhe
spanischer Ortschaften über dem Meeresspiegel zu messen. In den
prunkvollen Innenräumen befinden sich das gigantische Triptychon
Gastón Castellós, eine allegorische Darstellung vom Bau dieses Gebäudes,
sowie der Blaue Salon mit einer Seitenkapelle und einem Versammlungssaal.
Durch den wirtschaftlichen Aufschwung Alicantes
und die Handelsbeziehungen zu Amerika im 18. Jhd. kann man viele
prunkvolle Bürgerhäuser und Paläste in der Stadt finden,
z.B.
- den Gravina-Palast
des Grafen von Lumiares, der demnächst eine Kunstsammlung aus
dem 19. Jhd. beherbergen wird.
- den Gebäudekomplex entlang der Calle de
Labradores, mit Häusern wie Berenguer de
Marquina, Maisonnave
(das auch das Stadtarchiv beherbergt), Centro
14, das zur Zeit städtische Dependancen im Bereich
der Jugendarbeit und Ausstellungssäle enthält; O’Gorman
Nr. 18, und Marqués del Surco
Nr. 19.
- der Palast der Provinzregierung aus
dem 20. Jahrhundert im neoklassizistischem Stil mit barocken Schmuckelementen.
- Teatro Principal.-
Tel. 96 521 91 57.
Klassisches Bauwerk aus dem Jahre 1847, das im Inneren keine Stützpfeiler
hat, was für damalige Zeit eine Senastion war.
- Stierkampfarena .-
Tel. 96 521 68 88.
Sie stammt aus dem Jahr 1849 und ist heute sogar noch in Gebrauch.
Kirchen
Kirche
Santa María tel.: 96 521 60 26
Ein besonders schöner gotisch-barocker Bau aus dem 14./15. Jhd und
somit die älteste Kirche der Stadt. Sie wurde auf den Mauern einer
ehemaligen Moschee erbaut. Die ganze bildhauerische Arbeit des barocken
Portals stammt von Juan Bautista Borjas. Im Inneren sollte man sich
den vergoldeten Rokoko-Hochalter aus dem 18. Jhd., den Chor im gotischen
Stil sowie die Taufkapelle mit Becken aus weißem Marmor anschauen.
Kathedrale San Nicolás Tel. 96 521 26 62
Das
stilistisch zwischen Spätrenaissance und frühem Barock einzuordnende
Bauwerk ist ebenfalls auf den ehemaligen Mauern einer Moschee entstanden,
und zwar zwischen 1616 und 1662. Die Kathedrale ist innen riesig
und hat eine 45 m hohe Kuppel. Sehenswert sind die Kommunionskapelle
und die Kapelle San Nicolas, des Schutzheiligen der Stadt, die beide
im Stil des spanischen Barock gebaut wurden. Aus dem Kunstschatz
der Kirche sind unter anderem der Altaraufsatz der Seelen (Nicolás
Borrás, 1574) und der Christus des guten Todes (Nicolás de Bussi,
17. Jahrhundert) erwähnenswert.
Kloster von Santa Faz Tel. 96 526 49
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Ein fünf Kilometer vom Stadtkern entferntes Kloster aus dem 16.
Jhd. mit einem schönen barocken Portal und die sechseckige Kammer
im Inneren, in der man Gemäle von Juan Conchillo und den Reliquienschrein
von Santa Faz betrachten kann. Es ist hier auch das Schweißtuch,
mit dem Veronika das Antlitz Christi auf dem Weg zum Kalvarienberg
abwischte, zu sehen. Es wurde im 15. Jhd. vom Vatikan hierhergebracht.
Seit 1489 gibt es Pilgerfahrten zu diesem religiösen Ort. Hier liegt
auch das Grab des Komponisten Oscar Esplá und des Malers Eusebio
Sempere, beide Alicantiner.
Weitere Kirchen:
Kloster der Nonnen des Blutes: Mitten in der Altstadt liegt das
Kloster der Nonnen des Blutes (Monjas de
la Sangre). Das ursprüngliche Jesuitenkolleg stammt aus
dem Jahre 1732 und gehört seit 1790 dem Augustinerinnenorden. In
seiner Kapelle wird ein Bildnis der Muttergottes der Einsamkeit
(Virgen de la Soledad) aus dem 16. bis 17. Jahrhundert verehrt,
das als das älteste der in der Karfreitagsprozession verwendeten
gilt. Etwas weiter oben in derselben Straße befindet sich die Einsiedelei
von:
- San Roque, einem der Schutzheiligen
Alicantes. Sie wurde erst vor kurzem restauriert.
- Santa Cruz, wurde über dem Ampolla (Block aus der alten
Stadtmauer) errichtet. Das Kapuzinerinnenkloster im Stadtzentrum
enthält eine kostbare Pieta des Bildhauers Francisco Salzillo. Sehenswert
ist der, auf unerklärliche Weise nicht verfallenen Körper der Klostergründerin,
der Äbtissin Sor Ursula Micaela Morata Garibaldo (1628-1703).
Die Kirche Unserer Lieben Frau der Gnade (Nuestra
Señora de Gracia) ist ein modernes Bauwerk (1945-1951)
und besitzt einen schöen achteckigen Glockenturm.
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